30.06.2020

UPDATE: Podiumsdiskussion mit BM Anschober bei #LauteStimmenGegenEinsamkeit

Podiumsdiskussion mit BM Anschober bei #LauteStimmenGegenEinsamkeit

v.l.n.r.: Walter Hämmerle (Chefredakteur der Wiener Zeitung), Karin Gutiérrez-Lobos (Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie) und Rudolf Anschober (Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz) im Gespräch über das Phänomen Einsamkeit.

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Wien, 1.7.2020 – Einsamkeit betrifft uns alle und hat viele Gesichter. In Zeiten großer Ungewissheit und Unsicherheit, in der jetzigen Situation ausgelöst durch die rasche Ausbreitung des Coronavirus, ist das Thema für viele Betroffene aktueller denn je. Die Social City Wien lud gemeinsam mit LUKOIL, Erste Bank und Wiener Zeitung zur Podiumsdiskussion ins Wiener Grand Hotel, um die Kampagne #LauteStimmenGegenEinsamkeit abzurunden. Die Neurologin und Fachärztin für Psychiatrie Karin Gutiérrez-Lobos diskutierte mit Rudolf Anschober, Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz über das Phänomen und die verschiedenen Dimensionen der Einsamkeit.

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Ziel der erfolgreichen Social City-Initiative #LauteStimmenGegenEinsamkeit: Der Tabuisierung von Einsamkeit entgegenwirken, offen diskutieren und Lösungsansätze für Betroffene, die Gesellschaft und den Gesundheits- und Sozialbereich finden. Die Initialveranstaltung wurde live via Web-Stream übertragen und lud Interessierte dazu ein, Fragen an das Diskussionsduo zu stellen. Moderiert wurde die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion von Wiener Zeitung Chefredakteur Walter Hämmerle.

In seiner Begrüßung betonte Robert Gulla, CEO LUKOIL Holding und Vorstand des Beirats der Social City Wien, die Wichtigkeit offen über das Phänomen zu sprechen: „Einsamkeit ist ein ernstes Problem unserer Gesellschaft, das durch die Coronakrise leider verschärft wurde. Viele ältere Menschen und auch viele Menschen mit Beeinträchtigung sind davon betroffen. Es liegt an uns, das Thema nicht zu tabuisieren, unsere Stimmen gemeinsam zu erheben und offen darüber zu diskutieren.“

Gesundheitsminister Rudolf Anschober unterstreicht: „Die Probleme, die durch Einsamkeit erzeugt werden, wurden durch die Coronakrise noch sichtbarer – wie zum Beispiel die Sehnsucht älterer Menschen, nach dem Besuch der Enkel und der Familie. Das Phänomen kann aber auch Jüngere betreffen und tritt in unterschiedlichen Kleidern auf. Das Fehlen von Begegnungen, Umarmungen und Trost kann Menschen jeden Alters treffen.“

Kampagne #LauteStimmenGegenEinsamkeit
Dem Event vorangegangen ist die Kampagne #LauteStimmenGegenEinsamkeit der Social City Wien, die erfolgreich auf das Thema Einsamkeit aufmerksam gemacht hat und viele Expert*innen zu Worten kommen ließ. „Einsamkeit ist zu einem zentralen, anonymen Problem unserer Gesellschaft geworden. Doch kaum jemand spricht über Vereinsamung, denn sie löst Scham aus. Mit der Kampagne #LauteStimmenGegenEinsamkeit folgen wir dem Rat vieler Expert*innen und thematisieren ‚Einsamkeit‘ öffentlich“, fasst Emil Diaconu, Geschäftsführer der Social City Wien, die Motivation hinter der Kampagne zusammen. Gemeinsam mit der Wiener Zeitung wurde am Mittwoch, den 24. Juni 2020, zum Abschlussevent geladen, das gleichzeitig eine Eventreihe eröffnet, die sich verschiedenen Dimensionen der Einsamkeit widmen soll.

„Angesichts der enormen gesellschaftspolitischen Herausforderung in einer digitalen, globalisierten und anonymen Welt, möchte wir mit der neuen Diskussionsreihe Menschen eine Plattform der Begegnungen, des Austauschs und eines Miteinanders geben, um psychischen Belastungen, wie dem Gefühl der Einsamkeit, entgegen treten zu können“, begründet Geschäftsführer Martin Fleischhacker das Engagement der Wiener Zeitung.


„Bedeutungsvolle, wertschätzende Sozialkontakte sind für den glücklichen Menschen wesentlich. Das Vermeiden von Einsamkeit ist ein Überlebensmerkmal der Menschen“, erläutert Neurologin und Fachärztin für Psychiatrie Karin Gutiérrez-Lobos. „Einsamkeit hat jeder von uns schon erlebt. Selbstgewählte Einsamkeit oder bewusstes Alleinsein ist kein Problem. Zum Problem wird Einsamkeit dann, wenn man darunter leidet und man das Gefühl hat, dass etwas mit den eigenen Sozialkontakten nicht stimmt. Leider ist es in unserer Gesellschaft auch nicht schick, Einsamkeit zuzugeben oder darüber zu sprechen. Umso wichtiger ist es, Betroffenen eine Plattform zu geben.“

In der rund einstündigen Diskussion wurden Fragen nach dem Sinn, die verschiedenen Dimensionen der Einsamkeit sowie die Urangst des alleine Sterbens offen thematisiert. Auch behandelt wurde die gesellschaftliche und wirtschaftliche Komponente sowie die Verantwortung von Medien und Politik eine Plattform dafür zu schaffen. Abgerundet wurde das Gespräch durch User-Fragen und die Information über konkrete Hilfsangebote und Anlaufstellen, an die sich Betroffene wenden können.

Gemeinsam gegen Einsamkeit
Gerade die COVID-19 Krise hat verdeutlicht, wie stark das Thema Einsamkeit in unserer Gesellschaft verwurzelt ist. „Einsamkeit schadet unserer Gesundheit. Einsamkeit verstärkt Armut und Arbeitslosigkeit. Einsamkeit verhindert gesellschaftliche Teilhabe. Einsamkeit schwächt unsere Demokratie“, unterstreicht Projektleiter Johannes Gorbach die Aktualität des Themas. Dass es bereits viele Lösungsansätze gibt, beweist die Kampagne, indem sie viele Fachexpert*innen zu Wort kommen lässt und gezielt Initiativen vorstellt. Zahlreiche soziale Organisationen und Spezialist*innen haben die Kampagne unterstützt und illustrieren durch ihren Beitrag die vielfältigen Ebenen, auf denen das Phänomen Einsamkeit diskutiert werden muss. 

Das gesamte Video der Podiumsdiskussion finden Sie online unter:
https://www.wienerzeitung.at/einsamkeit

Über Social City Wien
Social City Wien ist eine unabhängige Agentur für soziale und nachhaltige Entwicklung in Wien. Seit Juni 2014 als gemeinnützige GmbH tätig, ist für alle Projekte und Aktivitäten der Social Value Gedanke handlungsleitend. Gemeinsam mit einem multidisziplinären Netzwerk bestehend aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Stiftungen, Wissenschaft, sozialen Organisationen, Social Entrepreneurs, KünstlerInnen, Stadtverwaltung und Politik werden innovative Projekte entwickelt, um soziale Innovationen zu ermöglichen, kreative Potentiale und Talente zu unterstützen und den Know-How-Transfer zwischen „DenkerInnen und PraktikerInnen“ herzustellen. www.socialcity.at

Rückfragehinweis
Social City Wien
Johannes Gorbach
Telefon: +43 676 7534469
E-Mail: johannes.gorbach@socialcity.at
Web: www.socialcity.at


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